„Was kostet KI-Beratung?" ist die erste Frage, die fast jeder stellt. Es ist die falsche. Die richtige lautet: Was bekomme ich pro Euro raus? Ein Tagessatz sagt dir nichts über das Ergebnis. Zwei Berater mit dem gleichen Preis liefern dir das eine Mal ein laufendes System, das andere Mal ein PDF.
Der Preis ist nicht die teuerste Variable
Eine günstige KI-Beratung, die nichts bewegt, ist teuer. Ein höheres Honorar, das dir Stunden im Tagesgeschäft zurückgibt, ist billig. Rechne in Ergebnis pro Euro, nicht in Tagessatz.
Das klingt banal, aber genau hier versickern die meisten Budgets: in Projekten, die rechnerisch günstig aussahen und am Ende keinen einzigen Prozess verändert haben.
Was die Kosten wirklich treibt
Der Preis einer KI-Beratung ist kein fixer Listenwert. Vier Dinge bewegen ihn:
- Scope. Ein klar umrissener Use Case ist kalkulierbar. „Wir machen das Unternehmen KI-ready" ist es nicht – und kostet entsprechend.
- Datenlage. Liegen deine Daten sauber und zugänglich vor, geht es schnell. Musst du sie erst zusammensuchen und bereinigen, steckt dort der Aufwand.
- Integrationstiefe. Eine isolierte Demo ist günstig. Etwas, das in deinen echten Systemen läuft, kostet mehr – bringt aber auch erst dann etwas.
- Eigenbau vs. Tool. Ein bestehendes Tool zu konfigurieren ist günstiger als eine individuelle KI-Lösung. Ob sich der Eigenbau lohnt, hängt davon ab, wie speziell dein Prozess ist.
Wer dir einen Preis nennt, ohne diese vier Punkte zu kennen, rät.
Die drei Preismodelle und ihre Haken
In der Praxis triffst du auf drei Abrechnungsarten. Keine ist besser als die andere. Aber jede verschiebt das Risiko woanders hin.
- Tagessatz. Transparent, flexibel. Das Risiko liegt aber bei dir: Du zahlst für Zeit, nicht für Ergebnis. Ohne klares Ziel läuft der Zähler weiter.
- Festpreis pro Use Case. Der Berater trägt das Aufwandsrisiko, du kennst die Kosten vorab. Das funktioniert nur, wenn der Scope vorher klar geschnitten ist – sonst landet die Unsicherheit als Risikoaufschlag im Preis.
- Erfolgsbasiert. Klingt fair, ist aber schwer sauber zu messen. Woran genau wird der Erfolg festgemacht? Wer definiert die Baseline? Ohne harte Zahlen wird daraus ein Streit statt eines Anreizes.
Für dein erstes Projekt ist der Festpreis pro Use Case meist der ehrlichste Deal: fixer Scope, fixer Preis, ein messbares Ergebnis.
Warum „günstige" Strategie-Workshops das teuerste Angebot sind
Ein Strategie-Workshop für ein paar Tausend Euro sieht nach einem sicheren Einstieg aus. Ist er selten. Du bekommst Folien, eine Roadmap und das Gefühl, etwas getan zu haben – lauffähig ist danach nichts.
Die echten Kosten sind nicht die Rechnung für den Workshop. Es sind die Monate, in denen nichts passiert, während die Roadmap in einem Ordner liegt. Günstig im Einkauf, teuer im Ergebnis.
So hältst du das erste Projekt günstig und risikoarm
Der beste Weg, die Kosten zu deckeln, ist nicht ein niedriger Tagessatz. Es ist ein kleiner Scope.
Such einen einzelnen Anwendungsfall, der klein, klar abgegrenzt und messbar ist. Eine KI-Potenzialanalyse findet genau den Prozess, der dich heute Stunden kostet. Lass dir darauf einen Festpreis geben. So kennst du die Kosten vorab und deckelst das Risiko. Nach dem ersten Ergebnis weißt du, ob sich der nächste Schritt lohnt.
Ein Beweis auf einem kleinen Use Case kostet wenig und sagt dir mehr als jeder Workshop.
So gehst du vor
Frag nicht nach dem Tagessatz. Bitte um einen Festpreis auf einen kleinen, klar definierten ersten Use Case mit einem messbaren Ergebnis. Wer dir das gibt, meint es ernst. Wer nur in Tagessätzen für die große Transformation denkt, schützt sein Honorar.
Welcher Prozess in deinem Betrieb kostet dich gerade am meisten Zeit? Eine erste, ehrliche Einordnung bekommst du im KI-Lösungsberater. Einen Überblick über die Arbeit findest du in Leistungen. Oder du klärst deinen ersten Use Case direkt mit uns im kostenlosen Erstgespräch.
